5 Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und der Beteiligungsprogramme

5.1.1 Zuständigkeit und Festsetzungsverfahren

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss (vgl. Punkt 3.5.2 «Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsausschüsse, deren Aufgaben und Kompetenzregelung»), dem ausschliesslich unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrates angehören, schlägt dem Verwaltungsrat die Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung des Verwaltungsrates einerseits und der Geschäftsleitung andererseits sowie die Höhe der Entschädigungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung vor. Der Verwaltungsrat in corpore genehmigt die Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung und setzt die Höhe der Entschädigungen für sich und die Mitglieder der Geschäftsleitung fest. Die Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei der Diskussion und beim Entscheid über die Höhe ihrer Entschädigung nicht anwesend.

Für die Ausgestaltung der Entschädigungen wird kein Berater beigezogen. Der Verwaltungsrat erstellt einmal pro Jahr aus öffentlich zugänglichen Quellen – unter Berücksichtigung vergleichbarer Banken aus Liechtenstein und der Schweiz – eine Zusammenfassung über die Entschädigung von Verwaltungsratsmitgliedern, Verwaltungsratspräsidenten und Geschäftsleitungsmitgliedern. Diese Zusammenfassung ermöglicht dem Verwaltungsrat, sich an der Marktsituation zu orientieren. Der Entscheid über die Höhe der Entschädigung an die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung beruht auf freiem Ermessen des Verwaltungsrates.

5.1.2 Grundlagen

Die Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden periodisch überprüft. Die Entschädigungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden jährlich festgelegt.

Massgebend für die Entschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sind einerseits quantitative Ziele (v. a. Konzernergebnis) und andererseits individuelle Ziele. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung hängt vom Konzernergebnis ab.

5.1.3 Elemente

Die Verwaltungsräte erhalten eine feste Entschädigung, Sitzungsgelder (für Ausschuss- und Stiftungsratssitzungen) sowie eine Erfolgskomponente, deren Höhe vom Geschäftsergebnis der LLB-Gruppe abhängig ist. Die Erfolgsbeteiligung ist auf die Höhe des Grundhonorars limitiert und wird in bar entrichtet. Das Entschädigungssystem sieht bei Beendigung des Mandats keine Abgangsentschädigung vor.

Das Arbeitsverhältnis der Mitglieder der Geschäftsleitung ist in Einzelarbeitsverträgen geregelt. Die Kündigungsfristen betragen drei beziehungsweise vier Monate. Die Arbeitsverträge sehen keine Spezialklauseln bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Fall eines Kontrollwechsels vor.

Die Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitung besteht aus einem Grundhonorar sowie einer leistungs- und erfolgsbezogenen Bonuskomponente. Das Grundhonorar wird in bar ausgerichtet. Es beträgt durchschnittlich 66 Prozent der Totalkompensation. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung richtet sich nach dem Geschäftsergebnis der LLB-Gruppe und ist auf die Höhe des Grundhonorars limitiert. Die Auszahlung der Erfolgsbeteiligung erfolgt in bar und durch Zuteilung von LLB-Aktien. Die Aufteilung zwischen Bar- und Aktienanteil ist wie folgt reglementarisch fixiert: drei Viertel Aktien und ein Viertel Barauszahlung. Den Mitgliedern der Geschäftsleitung steht keinerlei Recht zu, das Verhältnis zwischen Aktienanteil und Barauszahlung zu bestimmen. Der Preis pro Aktie für die aktienbasierte Vergütung entspricht dem Durchschnittskurs des letzten Quartals des Geschäftsjahres (2009: CHF 66.90). Die ausgegebenen Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren. Mit dem Austritt aus der Bank entfällt die Sperrfrist. Neben der Zuteilung von Aktien im Rahmen der Erfolgsbeteiligung gibt es keine weiteren Aktienpläne.

In der Erfolgsrechnung 2009 ist der Gesamtbetrag der Erfolgsbeteiligung periodengerecht abgegrenzt. Die Auszahlung wird jedoch erst im Folgejahr vorgenommen.

Die Liechtensteinische Landesbank gewährt allen Mitarbeitenden (inkl. Geschäftsleitung) branchenübliche Vorzugskonditionen auf Bankprodukte. Dabei handelt es sich vorwiegend um eine limitierte Vorzugsverzinsung im Hypothekarbereich und von Guthaben. Für den Verwaltungsrat gelten bei allen Geschäften mit der Bank marktübliche Konditionen.

Im Zusammenhang mit der Veränderung in der Geschäftsleitung per 1. Januar 2007 wurde im Berichtsjahr 2009 zur Finanzierung künftiger Rentenleistungen ein Betrag in Höhe von CHF 194'517 von der Arbeitgeberstiftung auf die Personalvorsorgestiftung übertragen.

5.2 Transparenz der Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen von Emittenten mit Sitz im Ausland

Die Liechtensteinische Landesbank hat ihren Sitz in Vaduz, Liechtenstein. Sie untersteht deshalb grundsätzlich nicht der Bestimmung von Art. 663bisOR. Damit den Anlegern die entsprechenden Informationen aber trotzdem zur Verfügung stehen, verpflichtet die SIX Swiss Exchange Emittenten, deren Sitz nicht in der Schweiz ist, im Rahmen der Corporate-Governance-Berichterstattung Art. 663bisOR analog anzuwenden.

Die Angaben zu den Entschädigungen und Beteiligungen der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sowie die Darlehen an dieselben sind im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung der LLB-Gruppe, «Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen», im Detail aufgeführt.