Beatrix Weilguny

Beatrix Weilguny (Foto)
«Wenn ich Geld ausgebe, dann ganz eindeutig fürs Reisen.» Beatrix Weilguny, Wien (Schrift)

Aus Wien/Österreich. Jahrgang 1973.

Der Sprung von Österreich nach Australien und zurück hatte etwas von Achterbahn fahren. Beruflich ist sie jedoch strikt auf sachlicher Schiene unterwegs: Ein Vertrag stimmt oder er stimmt nicht. Arbeitet in der Abteilung Legal & Compliance bei der LLB in Wien.

Auch wenn die Gedanken manchmal auf Reisen gehen, bleiben wir ständig am Boden. Die LLB-Gruppe punktet bei ihren Kunden mit klaren Konzepten, zuverlässigem Know-how und genauem Arbeiten. Überlegt, nicht überlegen. Aber erfolgreich.

Ich bin ein Zugvogel. Zumindest was das Reisen betrifft. Grosse Städte, ferne Länder, andere Kulturen ziehen mich an wie Magnete. Kein Wunder, dass ich bisher so ziemlich kreuz und quer unterwegs war in meinem Leben.

FreistadtMein Mann Roland kommt wie ich aus Freistadt in Österreich. Wir kannten uns vom Sehen. Die Stunde der Liebe hat für uns aber erst in Paris geschlagen. RolandRoland arbeitete dort und hat mich eingeladen, ihn mal zu besuchen. ParisIch bin also zu ihm gefahren und wir haben uns verliebt. Paris, die Stadt der Liebe. «L'amour» und «joie de vivre». Eine klassische Fernbeziehung nahm ihren Anfang – spannend, aufregend, aber auch anstrengend. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, dass wir einen Ort suchten, an dem wir beide gemeinsam leben und arbeiten konnten. Unsere Wahl fiel auf Australien.

SydneyIm April 2008 sind wir in Sydney gelandet. Geregnet hat's und kalt war's. Doch wir lebten uns gut ein und als der Sommer kam, genossen wir die Freuden Australiens: Sonne, Meer und Barbecue. HemaniÜber Roland lernte ich die Inderin Hemani kennen. Es entwickelte sich eine intensive Bekanntschaft, obwohl wir beide eigentlich sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Leben hatten. So ist ihre Ehe zum Beispiel arrangiert worden, was ich mir für mich selbst nicht gut vorstellen könnte. In ihrer Freizeit schaute sie sich gerne Bollywood-Filme an. Sie liebte diese farbenprächtigen Sing- und Tanzstreifen mit Happy End, verzehrte sich vollkommen nach den opulenten Romanzen, sah sich zugleich aber durchaus als moderne Businessfrau. Richtig gewöhnungsbedürftig in Sydney war für mich jedoch etwas ganz anderes: Wir hatten zwei Huntsman-Spinnen in der Wohnung! Diese handtellergrossen, ungefährlichen Spinnen sind für Aussies zwar normal, ich aber fand sie einfach schrecklich.

Australien war ein Abenteuer. Jetzt sind Roland und ich wieder zurück in Österreich. Manchmal denke ich: Schon komisch, den Hang zum Reisen kann ich nicht von meiner Familie haben. MargaretheMeine Grossmutter Margarethe zum Beispiel, die für mich wie eine zweite Mutter war, ist nie aus Freistadt hinausgekommen. Sie hat überhaupt nichts von der Welt gesehen, war aber der toleranteste und weltoffenste Mensch, den ich kenne.

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