Vincenzo Cristofaro

Vincenzo Cristofaro (Foto)
«Nur immer nehmen ist zu wenig. Es braucht auch ein Geben!» Vincenzo Cristofaro, Uznach (Schrift)

Aus Uznach/Schweiz. Jahrgang 1968.

Halb Italiener. Halb Schweizer. Aber ganz und gar sportlich. Im Leben wie im Beruf interessieren ihn vor allem Teamsituationen, in denen jeder seine Stärken erfolgreich ausspielen kann. Arbeitet als Leiter Operations bei der Bank Linth.

Eine Bank ist mehr als nur ein Ort des Geldes. Neben dem Kerngeschäft fördert die LLB-Gruppe interessante kulturelle, soziale und sportliche Projekte. Weil wir bei den Menschen sein und mitgestalten wollen. Weil wir wahre Werte pflegen.

Begeisterung, Feuer und Leidenschaft liegen mir im Blut. Es ist eine Hingabe an ein Kapitel, das bis weit in meine Kindheit zurückgeht. Ich spreche von der schönsten Nebensache der Welt: vom Fussball.

Die ersten Lebensjahre verbrachte ich bei meiner Grossmutter in der Provinz CatanzaroCatanzaro/Kalabrien. Meine Eltern waren bereits in die Schweiz gezogen und ich kam mit sechs Jahren nach. Als ich zwölf war, entschieden meine Eltern, für immer in der Schweiz zu bleiben. Wir zogen um nach OhringenOhringen. Ich besuchte ab diesem Zeitpunkt die öffentliche Schweizer Schule und wünschte mir sehnlichst, zu einem Fussballverein zu gehen. SalvatoreDen richtigen Club für den kleinen Vincenzo zu suchen, das übernahm Salvatore, mein Vater. Für ihn kam nur der FC Tössfeld in Frage, weil alle seine italienischen Kollegen ihre Söhne dorthin schickten. Bis zum Quartier Tössfeld waren es circa sieben Kilometer. Mein Vater brachte mich immer zum Training. Er nahm den Weg gerne auf sich, weil er wusste, dass er sich mit anderen italienischen Vätern unterhalten konnte, während ich trainierte. So bin ich beim FC Tössfeld gelandet und bin dem Verein mit einigen Unterbrechungen bis zu meinem Umzug ins Linthgebiet treu geblieben.

CasiSchwer beeindruckt hat mich der umtriebige Juniorenobmann Casi. Fussball war sein Leben. Er stand jeden Abend auf dem Platz und hat sich jedes Training angeschaut. Man hat ihn ständig gesehen, er war überall präsent. Und wir Jungs haben gewusst: Casi steht voll hinter uns, er ist für uns da, feuert uns an, motiviert uns. Seine Emotionen sind öfters hochgegangen, aber niemals haben wir Schlechtes von ihm gehört. Immer nur Positives. Casi hat uns junge Spieler ein Stück weit geprägt. Als Vorbild, als Respektsperson, ja sogar als väterliche Figur.

Heute spiele ich wieder aktiv Fussball bei den Veteranen des FC SchmerikonSchmerikon. Zudem engagiere ich mich als ehrenamtlicher Präsident für den Verein. Besonders das Thema Integration liegt mir am Herzen, weil viele Junioren und Spieler einen Migrationshintergrund haben. Durch mein Engagement möchte ich etwas zurückgeben, was ich bekommen habe. Denn auch hier gilt, was ich bei Casi und meinem Vater gelernt habe: «Bring deinem Gegenüber Respekt und Achtung entgegen und es klappt». Wenn es in der Welt draussen auch so funktionieren würde wie im Verein, hätten wir alle keine Probleme.

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