Rückblick

Planmässige Einführung von «Avaloq»

Im September 2008 ist der Startschuss für die Migration auf die neue Bankensoftware gefallen. Anfang 2009 begann das Projektteam mit der Umsetzung der Teilkonzepte. Bis Ende des Berichtsjahres wurden 174'675 Arbeitsstunden für die Implementierung von «Avaloq» aufgewendet. Die Funktionalität des Systems testeten wir an drei erfolgreich verlaufenen Generalproben. Die Bank Linth arbeitet ab 1. Januar 2010 mit der neuen Version 2.7 der Bankensoftware. Für die Einführung wurden unter anderem sämtliche Kundenbelege überarbeitet. Die vorgenommenen Änderungen verlangten ein flexibles und logisches Gestaltungskonzept für einfache sowie komplexe Geschäftsfälle: vom schlichten Auszahlungsbeleg bis zur umfassenden Vermögensaufstellung. Ab 2011 sind diese Belege in vier Sprachen verfügbar.

Im LLB-Stammhaus und bei der Liechtensteinischen Landesbank (Schweiz) AG wird der Wechsel auf «Avaloq» per Anfang 2011 erfolgen. Der zentrale Systembetrieb für die drei involvierten Banken ist in Vaduz vorgesehen.

Optimierung der Ressourcen

Die Einführung von «Avaloq» ist mehr als nur ein grosses IT-Projekt. Dank der einheitlichen Plattform lassen sich zukünftig gruppenweite Dienste zentral einrichten und damit Synergien noch konsequenter nutzen.

Im Rahmen des Projektes «Business Process Management» erfassen und analysieren wir sämtliche Geschäftsprozesse. Das sogenannte Bankprozess-Modell erlaubt uns, vorhandene Doppelspurigkeiten abzubauen, das Leistungsangebot rasch zu erweitern und organisatorisch einfachere sowie kostengünstigere Abläufe zu gestalten.

Wir streben hohe Produktivität und Wirtschaftlichkeit an. Mit dem Projekt «Shared Services» soll die gute Kostenstruktur aufrechterhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der LLB-Gruppe gesteigert werden. Ziel ist es, bei bestimmten Dienstleistungen mit bestehenden Personalressourcen grössere Volumina kostengünstiger verarbeiten zu können. Vor diesem Hintergrund optimieren wir beispielsweise die Abläufe im Zahlungsverkehr und im Wertschriftenhandel laufend. Solche Prozessänderungen (Straight Through Processing, STP) ermöglichen es uns, bestimmte Bankgeschäfte vollautomatisch abzuwickeln.

STP-Rate bei Börsenabrechnungen

2004–2009, in Prozent

Corporate Center – STP-Rate bei Börsenabrechnungen (Balkendiagramm)